Pflege und Pflegegrad bei Alzheimer

Die Demenzerkrankung Alzheimer sorgt dafür, dass Betroffene zunehmend ihr Erinnerungsvermögen und ihre Selbstständigkeit verlieren. Für pflegende Angehörige aber bedeutet die Betreuung eine hohe körperliche und psychische Belastung. Viele Betroffene erhalten einen Pflegegrad (früher Pflegestufe). Wir haben im Folgenden alle wichtigen Informationen zur Alzheimer-Krankheit zusammengestellt: Wie sind Ursachen und Verlauf der Erkrankung? Welche Aspekte sind in der Pflege wichtig? Welchen Pflegegrad erhält man mit Alzheimer?

Für Pflegende, ob Familienangehörige oder professionelle Pflegekräfte, bedeutet die Versorgung eines Alzheimer-Patienten eine enorme Belastung. Vor allem pflegende Angehörige können häufig nur schwer damit umgehen, dass ein geliebter Mensch mehr und mehr zu einer Hülle ohne Erinnerungen und kognitive Fähigkeiten wird. Doch auch Pflegedienstmitarbeiter stoßen in der Pflege oftmals an ihre physischen und psychischen Grenzen.

Alzheimer – die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Die Alzheimer-Krankheit ist die bis heute extremste Form von Demenz. Es handelt sich dabei um eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns, die sich im Verlust des Gedächtnisses und der Erinnerungen manifestiert.
  • Auch andere geistige Fähigkeiten, z. B. das Sprachvermögen und die Orientierungsfähigkeit, gehen im weiteren Verlauf der Erkrankung verloren.
  • Erschwerend kommt hinzu, dass die Erkrankten ihre Angehörigen und Bekannten in einem schweren Stadium der Krankheit häufig nicht mehr erkennen.
  • Ein zunehmendes Maß an Betreuung und alltäglicher Versorgung der Betroffenen wird nötig.
  • Der Einzelfall entscheidet, ob einer von fünf Pflegegraden (bis 2017: drei Pflegestufen) vergeben wird.

Ihr Pflegegrad-Antrag – schnell und unkompliziert online stellen

Ob Erstantrag, Höherstufung oder Widerspruch – mit unserem Online-Formular stellen Sie Ihren Pflegegrad-Antrag in wenigen Minuten. Wir leiten Ihren Antrag anschließend kostenfrei und direkt an Ihre Pflegekasse weiter. So sparen Sie sich Papierkram, lange Wartezeiten und unnötige Behördengänge.

Älteres Paar sitzt gemeinsam am Tisch und prüft Unterlagen sowie Rechnungen.

Online-Pflegegradantrag

Schritt 1 von 10
Pflegegrad beantragen leicht gemacht

Ein Pflegegrad ist die Grundlage für viele wichtige Leistungen – von finanzieller Unterstützung über Pflegehilfsmittel bis hin zur professionellen Betreuung zu Hause. Damit Sie diese Hilfe schnell erhalten, haben wir den Antragsprozess für Sie so einfach wie möglich gestaltet. Beantworten Sie die Fragen in unserem Online-Formular Schritt für Schritt. Wir übermitteln Ihren Antrag direkt und kostenfrei an die von Ihnen ausgewählte Pflegekasse.

Zurück

Online-Pflegegradantrag

Schritt 2 von 10
Für wen soll der Antrag gestellt werden?
Für mich selbst
Für jemand anderen
Zurück

Online-Pflegegradantrag

Schritt 3 von 10
Welche Situation trifft zu?
Ich möchte den Pflegegrad ...
erstmalig beantragen
höherstufen
erneut prüfen lassen (Widerspruch einlegen)
Zurück

Online-Pflegegradantrag

Schritt 4 von 10
Welcher Pflegegrad ist Ihnen aktuell zugesprochen worden?
Für mich selbst
Pflegegrad 1
Pflegegrad 2
Pflegegrad 3
Pflegegrad 4
Pflegegrad 5
X
Kein Pflegegrad
Zurück

Online-Pflegegradantrag

Schritt 5 von 10
Bitte geben Sie für die Antragstellung folgende Informationen an.
Anrede und Name *
Anschrift
Zurück

Online-Pflegegradantrag

Schritt 6 von 10
An welche Krankenkasse/Pflegekasse soll der Antrag gesendet werden?
Die Versichertennummer finden Sie auf der Versichertenkarte der Krankenkasse des Versicherten.
Zurück

Online-Pflegegradantrag

Schritt 7 von 10
Bitte geben Sie folgende Informationen für Rückfragen an
An diese E-Mai-Adresse erhalten Sie auch die Kopie des Antrags.
Zurück

Online-Pflegegradantrag

Schritt 8 von 10
Kostenloser Online-Pflegekurs
Im kostenlosen Online-Pflegekurs erhalten Sie alle wichtigen Informationen zum Pflegegrad und den einzelnen Pflegeleistungen. Die Kursteilnahme ist für Sie 100% kostenfrei und erfordert keinen Pflegegrad. Dürfen wir Ihnen eine Einladung zukommen lassen?
Älteres Paar sitzt gemeinsam am Tisch und prüft Unterlagen sowie Rechnungen.
Ja, bitte senden Sie mir eine kostenfreie Einladung zu.
Nein, danke. Ich verzichte auf das kostenfreie Angebot.
Mit der Eingabe "Ja, bitte senden Sie mir eine kostenfreie Einladung zu." stimme ich zu, eine Einladung zum kostenfreien Online-Pflegekurs vom PflegeBetreuer an die zuvor angegebene E-Mail-Adresse zu erhalten.
Zurück

Online-Pflegegradantrag

Schritt 9 von 10
Sind Sie an weiteren Informationen zum Pflegegrad und zur häuslichen Pflege interessiert?
Zurück

Online-Pflegegradantrag

Schritt 10 von 10
Zusammenfassung
Bitte prüfen Sie Ihre Angaben, bevor Sie den Antrag absenden.
Name des Antragstellers *
Anschrift *
Mit Klick auf "Absenden" senden wir Ihren Antrag an die von Ihnen angegebene Pflegekasse

Mit Klick auf "Absenden" habe ich die Datenschutzerklärung zu Kenntnis genommen.

Alzheimer: Ursachen und Verlauf

Die Alzheimer-Krankheit gehört zur Gruppe der Demenz-Erkrankungen, die sich durch den Verlust des Gedächtnisses beschreiben lassen. Es handelt sich dabei um eine starke und im Verlauf der Erkrankung immer schneller fortschreitende Form des Gedächtnisverlustes – in der Folge verlieren die Betroffenen nicht nur ihre Erinnerungen, sondern auch weitere kognitive Fähigkeiten. Sie sind zunehmend auf Hilfe und Betreuung angewiesen.

Die Krankheit ist nicht heilbar. Mithilfe von Medikamenten und Gedächtnistraining kann das Fortschreiten allerdings verlangsamt werden. Für die Betroffenen bedeutet das im besten Falle wertvolle Lebenszeit, die sie mit Familie und Freunden verbringen können.

Eine Ursache für die Erkrankung sucht die Medizin noch heute. Das Krankheitsbild wurde zwar bereits im beginnenden 20. Jahrhundert erstmals beschrieben. Dennoch ist bislang nur bekannt, dass Alzheimer zu einer nicht umkehrbaren Zerstörung des Nervengewebes im Gehirn führt, wodurch die Informationsweiterleitung der Nervenzellen gestört wird.

Nur in seltenen Fällen tritt Alzheimer bei Menschen auf, die jünger als 60 Jahre sind. Die meisten Betroffenen sind über 80 Jahre alt und müssen in vielen Fällen aufgrund ihres hohen Alters oder anderer Erkrankungen auch körperlich gepflegt werden.

Alzheimer und Pflegebedürftigkeit

Alzheimer ist eine Erkrankung, die sich nicht nur auf den Erkrankten selbst, sondern auf sein gesamtes Umfeld auswirkt. Wenn Familienmitglieder nicht mehr erkannt werden oder der Pflegebedürftige sich gegen die alltäglichen Pflegemaßnahmen wehrt, kann die Situation insbesondere für pflegende Angehörige zur Belastungsprobe werden. Die Pflege und Betreuung eines Alzheimer-Patienten ist aufwendig und verlangt viel Kraft, Geduld und Verständnis.

Von Stimmungsschwankungen, Ablehnung und dem Nachlassen der kognitiven Fähigkeiten sind aber auch professionelle Pflegekräfte betroffen. Sie stoßen häufig an ihre Grenzen.

 

Bereiche mit potenziellen Einschränkungen, die in der Pflege relevant sind:

  • Kognitive Fähigkeiten: Erinnerungsvermögen, Orientierung,
  • Körperpflege,
  • Nahrungsaufnahme und
  • Mobilität.

Aktivierende Pflege bei Alzheimer

Zwei Komponenten der Therapie sind entscheidend:

  • Einsatz von Medikamenten,
  • Training der kognitiven Fähigkeiten, Festhalten an Routinen, vertraute Tagesabläufe, gemeinsames Erinnern an schöne Momente.
Icon Achtung freigestellt | © PflegeBetreuer | unabhängige Pflegeberatung
Wichtig

Wird Alzheimer frühzeitig erkannt, stehen die Chancen auf eine Verzögerung des Krankheitsverlaufs relativ gut. Der fortschreitende Gedächtnisverlust lässt sich verzögern bzw. verlangsamen.

Es handelt sich dabei um die sogenannte „aktivierenden Pflege“. Pflegende Angehörige, professionelle Pflegekräfte und spezielle Tagespflege-Einrichtungen helfen dem Pflegebedürftigen dabei, seine geistigen Fähigkeiten zu erkennen und zu fördern.

Im Alltag mit einem pflegebedürftigen Alzheimer-Patienten kostet diese Art der Pflege aber Zeit, Geduld und Kraft. Ambulante Pflegekräfte haben hierfür oft nicht die nötigen Ressourcen, Familienmitglieder dagegen fehlt häufig die psychische Kraft, sich täglich mit den besonderen Anforderungen der Alzheimer-Erkrankung auseinanderzusetzen.

Kommunikation bei Alzheimer

Ein besonders wichtiger Faktor in der Alzheimer-Pflege ist das Thema Kommunikation. Wenn die Gedächtnisleistung nachlässt, verlieren die Betroffenen nicht nur ihren Orientierungssinn oder ihr Sprachgefühl, sondern verstehen auch die Welt um sich herum nicht mehr. Es erschließt sich ihnen nicht mehr, warum Körperpflege wichtig ist, wann sie trinken und essen müssen oder warum sie das Haus nicht allein verlassen sollten.

Das Aufstellen von Regeln ist eine Möglichkeit, kann aber das Selbstwertgefühl verringern – dies verschlimmert sich, wenn der Betroffene nicht mehr wie ein vollwertiger Erwachsener, sondern wie ein unmündiges Kind behandelt wird.

Für Angehörige und Pflegepersonen ist es deshalb besonders wichtig, einen Weg der Kommunikation zu finden, der für alle Beteiligten funktioniert.

Was sollte bei der Kommunikation beachtet werden?

  • Verwenden von einfachem Satzbau,
  • Stellen von Fragen,
  • Vermeiden von Vorwürfen,
  • Aufbringen von Geduld und Verständnis.

Welcher Pflegegrad bei Alzheimer?

Als kognitive Erkrankung wurde Alzheimer erst 2017 in den Katalog der Krankheiten und Einschränkungen aufgenommen, die eine Anerkennung der Pflegebedürftigkeit rechtfertigen. Dies hängt mit einer umfassenden Pflegereform zusammen: Nun ist es nicht nur mit körperlichen, sondern auch mit geistigen oder psychischen Erkrankungen möglich, einen Pflegegrad zu erhalten. Die fünf Pflegegrade haben die bisherigen drei Pflegestufen abgelöst. Welcher Pflegegrad konkret vergeben wird, hängt immer vom Einzelfall ab.

Vor allem in einem frühen Stadium der Erkrankung, in der die Beeinträchtigung der Selbstständigkeit noch vergleichsweise gering ist, erhalten Betroffene zwar einen Pflegegrad (bis 2017 Pflegestufe), aber noch keine besonders hohen Pflegeleistungen. Das ist darauf zurückzuführen, dass Pflegebedürftige mit anderen Erkrankungen oder Behinderungen in der Regel deutlich stärker auf Hilfe und Betreuung angewiesen sind.

 

Icon Pflegegradantrag Einstufung freigestellt

Online Pflegegrad beantragen

Stellen Sie Ihren ersten Pflegegradantrag in nur wenigen Klicks online und kostenfrei
  • Pflegegrad einfach und online beantragen, erhöhen oder widersprechen
  • Vielfältige Pflegeleistungen durch angemessenen Pflegegrad nutzen
  • Unterstützung beim Beantragen von Leistungen

Wann erhalte ich einen höheren Pflegegrad/Pflegestufe?

  • Ein höherer Pflegegrad wird dann erforderlich, wenn die Krankheit weiter fortschreitet und eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung notwendig wird.
  • Auch in der Kombination von Demenz-Erkrankungen wie Alzheimer mit körperlichen Erkrankungen oder Altersschwäche gewährt die Pflegeversicherung häufig einen höheren Pflegegrad mit den entsprechenden Leistungen.
  • Voraussetzung für die Höherstufung des Pflegegrades (früher Pflegestufe) ist immer eine umfassende Prüfung der individuellen Pflegesituation, die von einem unabhängigen Pflegegutachter durchgeführt wird.
  • Pflegebedürftige mit Alzheimer bzw. ihre Angehörigen sollten daher in jedem Fall einen Antrag auf Pflegegrad (früher Pflegestufe) bei der zuständigen Pflegeversicherung stellen, wenn sie merken, dass der Betroffene immer mehr auf Hilfe und Betreuung angewiesen ist.

Was ist beim Pflegegradantrag/Pflegestufenantrag zu beachten?

  • Der Antrag auf einen Pflegegrad (vormals Pflegestufe) kann formlos bei der jeweiligen Pflegeversicherung gestellt werden.
  • Der Betroffene selbst muss den Pflegegrad-Antrag stellen.
  • Im Rahmen des Neuen Begutachtungsassessments (NBA) wird vom Medizinischen Dienst (MD, früher: MDK) geprüft, ob ein Pflegegrad vergeben wird.
Icon Informationen freigestellt | © PflegeBetreuer | unabhängige Pflegeberatung
Gut zu wissen

Bei falscher Einstufung oder Ablehnung des Pflegegradantrags besteht die Möglichkeit des Widerspruchs.

Unsere Pflegeexperten von PflegeBetreuer unterstützen Sie nicht nur beim Antrag auf Pflegeleistungen, sondern helfen Ihnen auch gerne bei den bürokratischen Angelegenheiten und allen weiteren Fragen zur Pflege, damit Sie im Pflegefall auf alles vorbereitet sind.

Für den Fall, dass der erste Antrag abgelehnt wurde und Sie den Widerspruch beim Pflegegrad anstreben oder sich seit der letzten Begutachtung durch den MD der Pflegebedarf messbar erhöht hat und Sie den Pflegegrad erhöhen wollen, helfen wir Ihnen auch gerne in diesen Prozessen.

Unsere erste telefonische Beratung ist kostenfrei. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

 

Icon Pflegegradantrag Einstufung freigestellt

Online Pflegegrad beantragen

Stellen Sie Ihren ersten Pflegegradantrag in nur wenigen Klicks online und kostenfrei
  • Pflegegrad einfach und online beantragen, erhöhen oder widersprechen
  • Vielfältige Pflegeleistungen durch angemessenen Pflegegrad nutzen
  • Unterstützung beim Beantragen von Leistungen

Wir unterstützen Sie gerne

Haben Sie Fragen zu Ihrer Pflegesituation oder benötigen Sie Unterstützung bei Ihrem Pflegegradverfahren? Wir beraten Sie kostenfrei: